Selbstverständnis

Die Initiative für Frieden in Kurdistan setzt sich für ein Ende der Angriffe auf die demokratische Förderation Nord- & Ostsyrien (Rojava) und mit ihr verbündeten Selbstverwaltungen ein. Die basisdemokratische, kommunale Selbstverwaltung ist vielseitig bedroht:

  • durch militärische Angriffe des türkischen Staates
  • durch dschihadistische Banden wie den sog. Islamischen Staat (DAESH)
  • durch das Assad-Regime in Damaskus
  • durch die vielfältigen Interessen weiterer regionaler Mächte aber auch globaler Mächte (Iran, Russland, USA, Europa)

Wir wollen einen Beitrag leisten um den Krieg gegen die Bevölkerung vor Ort beenden und darüber aufklären wer und wie hier in Deutschland von diesem Krieg agiert und profitiert wird. Diese Beteiligungen wollen wir offenlegen, auf sie aufmerksam machen und dafür sorgen, dass sie beendet werden. Außerdem schaffen wir Kultur- und Bildungsangebote und klären so über die Geschichte und die politische Situation in Kurdistan auf.

Frieden in der Region ist für uns dabei mehr als ein Ende der Kampfhandlungen. Frieden schließt ein Ende aller Bedrohungen ein. Die Bevölkerung von Rojava und der Demokratsichen Föderation Syrien soll in Sicherheit, selbstbestimmt und in der, von ihr gewählten Selbstverwaltung leben. Frieden bedeutet eine umfassende Demokratisierung im Sinne des Modells der Demokratischen Föderation Nord- und Ostsyrien. Das „Modell Rojava“ ist dabei ein Lösungsansatz für ganz Kurdistan. Ziel ist nicht die Schaffung eines kurdischen Nationalstaates, sondern eine autonome Selbstverwaltung der Menschen die in den kurdischen Gebieten leben – gleich welcher Ethnie oder Religionszugehörigkeit. In diesem Sinne liegt im Frieden für Kurdistan auch ein möglicher Schlüssel für einen Frieden im Nahen Osten.